Malinavon Ingeborg Bachmann
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Für die Bühne bearbeitet von Marion Hirte, Patrick Schlösser und Elisabeth Tropper
Stille! Ich treibe den Dorn in dein Herz
Paul Celan
Malina ist der einzige vollendete Roman der großen österreichischen Lyrikerin Ingeborg Bachmann. Geplant als Auftakt zum nie fertig gestellten Todesarten-Zyklus, beschreibt Malina die Zerstörung des weiblichen Ichs durch das männliche Prinzip. Die namenlose Protagonistin, eine in der Ungargasse im 3. Wiener Bezirk wohnhafte Schriftstellerin, findet sich – zumindest auf den ersten Blick – in einer Dreiecksgeschichte zwischen Ivan und Malina wieder. Malina, „Staatsbeamter der Klasse A“, ist ihr Lebensgefährte, er verkörpert das Realitätsprinzip, die Vernunft des täglichen Zusammenlebens. Ist er eine Person im Außen? Ist er ein Teil ihrer Persönlichkeit? Ihre sich verzehrende Sehnsucht gilt dem etwas jüngeren Ivan, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt. Ihre Hingabe an Ivan ist so bedingungs- wie hoffnungslos: Er behandelt sie nachlässig, verstärkt ihre Ängste und Selbstzweifel.
Über collageartige Skizzen, Traumfrequenzen, Monologe, Dialoge und Briefe macht Bachmann sichtbar, wie die Protagonistin zusehends auseinander bricht. In Patrick Schlössers szenischer Adaption werden drei Schauspielerinnen diesen Prozess ausloten – in einem Spiel der Verdoppelungen, Verdreifachungen und Brüche, das Identität als fest umrissenen Begriff in Frage stellt.
Besetzung:
| Regie: | Patrick Schlösser |
|---|---|
| Bühnenbild: | Patrick Schlösser |
| Kostüme: | Tanja Kramberger |
| Dramaturgie: | Elisabeth Tropper |
| mit: | Gertrud Roll, Verena Lercher, Martina Stilp |
Pressestimmen:
Ingeborg Bachmanns Dreiecksroman MALINA besticht auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses als Seelenspiegel dreier großartiger Frauen. [...] Beeindruckend bewältigen die Schauspielerinnen die sprachlichen Meister-Monologe und verleihen den inneren Spannungen Gesicht und der Vernunft und Leidenschaft Reibefläche. [...] Großartige Schauspielerinnen allesamt. [...] In der knisternden Inszenierung erschließt sich das als Auftakt des unvollendeten "Todesarten"-Zyklus geplante Werk auch Nichtgermanisten.(Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung, 6.1.2009)
Minutenlanger Applaus für die bravouröse Leistung [...].
(Eric Sebach, Kleine Zeitung, 6.1.2009)
Verena Lercher, Martina Stilp und Gertrud Roll machen ihre Sache sehr gut [...] und können mit ihrer Intensität fesseln.
(Michaela Reichert, Kronen Zeitung, 6.1.2009)
Das Premierenpublikum zeigte sich am Sonntagabend beeindruckt [...] eine spannende Fassung [...] anhaltender Applaus. Die Grazer Bühnenfassung [...] lässt sich auf die psychologisch und philosophisch fein gestrickte Vielschichtigkeit der Vorlage ein.
(Irmgard Rieger, dpa, 5.1.2009)
Videos:

Downloads:
- Trailer zur Produktion (5.27 MB)
- Trailer zur Produktion (5.27 MB)


