GO WEST - Eine Familie wandert ausvon Saša Stanišić

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Saša Stanišić – Uraufführung

GO WEST
Eine Familie wandert aus

Ein musikalisches Projekt von Saša Stanišić, Suse Wächter und Tom Kühnel

Maria und Georg wandern mit ihren Kindern nach Amerika aus, um auf der anderen Seite des großen Teiches ihr Glück zu suchen. Doch das Leben in einem Staat, dessen Sprache man nicht versteht und dessen musikalische Tradition eine andere ist als die Österreichs, gestaltet sich schwerer als erwartet. Die Amerikaner sind befremdet von der singenden Familie. Die Konzertsäle bleiben leer und so steht die Familie bald ohne Geld da. Durch Zufall bekommen sie eine letzte Chance und fahren noch einmal auf Tour durch die Staaten. Vielleicht werden sie am Ende doch recht behalten auf der Suche nach dem Glück?
Der Verein der Freunde des Schauspielhaus Graz unterstützt in der Saison
2007/2008 besonders die Produktion GO WEST. Eine Familie wandert
aus. Der ehemalige Grazer Stadtschreiber Saša Stanišić konnte als Autor
für das musikalische Projekt in der Regie von Tom Kühnel gewonnen
werden. Der Verein ProBühne beteiligt sich am Autorenhonorar für das
Auftragswerk.



Pressestimmen:

Das Darstellerensemble lässt keine Wünsche offen: Juliette Eröd als resolute, mit ihrer Sinnlichkeit kämpfende Stiefmutter Maria (toll die erotische Traumszene mit dem "Indianerenegel"), Dominik Warta als sensibler Vater Georg, der seine Not hat, Würde und Tradition zu wahren, Martina Stilp als aufmümpfige Älteste, Julian Greis als Johannes, Franz Josef Strohmeier als patscherter Werner und Susanne Weber als Nesthäkchen Gretl. Glänzend sind in ihrer Wandlungsfähigkeit die drei "Amerikaner" : beklemmend als McCarthy-Inquisitor und Polizist Sebastian Reiß, grandios singend Suse Wächter und Oscar Olivo. Empfehlenswert.
Dolf Stockhausen, Die Woche, 12.3.2008

Einer der Höhepunkte von Dominik Warta, der den Vater als Spießer gibt, ist eine Rede an die Cherokee, in denen er peinlich Gemeinsamkeiten herzustellen versucht: Was den Ureinwohnern Amerikas die Prärie ist, sei den Österreichern Ungarn. Auch Juliette Eröd als "unbefleckte Empfängnis" und ihre von den Erwachsenen, Martina Stilp, Susanne Weber, Franz Josef Strohmeier und Julian Greis gespielten Kinder machen aus dem dreistündigen Abend ein Vergnügen.
Colette M. Schmidt, Der Standard, 13.3.2008

Warhola ist, wie Batman, Hitler und viele andere Figuren, die der Familie noch begegnen, eine Puppenkreation von Suse Wächter. Sie bewegt diese auch, verleiht ihnen Stimmen und schmettert souverän Hits wie "Put my old Jeans on" oder "Lonely at the Top". Und wenn Wächters Puppen das TV-Kastl mit einem Mix aus Western, Hollywood, Werbung und News füllen, muss man von einer Sternstunde des Figurentheaters sprechen - das sich noch dazu perfekt ins fantasievolle, praktikable Bühnenbild (Jo Schramm) fügt. […] Ein spielfreudiges Ensemble und eine Inszenierung, die geschickt zwischen Kitsch und Klischee, Trash und Komik balanciert. Was will man mehr.
Caro Wiesauer, Kurier, 9.3.2008

Formal orientiert sich Tom Kühnel am Roadmovie. Jo Schramm hat ihm dafür eine prächtige Bühne gebaut, die vom öden Motelzimmer bis zur unendlichen Wüste alles spielt. […] Ein Highlight sind Suse Wächters Puppen, die in den Träumen und Fantasien sowie als Fernseh- und Radiostars auftreten: Gut 30 - von Hitler und Brecht bis Louis Armstrong - hat sie für die Produktion angefertigt. Wächter begeistert aber nicht nur mit ihren Figuren, sie punktet auch als Darstellerin und Sängerin - unterstützt von Klaus von Heydenaber und seinen Musikern.
Michaela Reichart, Kronenzeitung, 9.3.2008

Es sind diese surrealen Szenen, die das Stück in Gang halten, mit grandiosem Witz und vokaler Vielgestalt umgesetzt von der Puppenspielerin Suse Wächter. Regisseur Tom Kühnel hat das Stück tapfer auf drei Stunden veranschlagt und eine gagreiche, mit freundlichem Applaus bedachte Revue in knalliger Showbiz-Ästhetik (Bühne: Jo Schramm) gebaut.
Ute Baumhackl, Kleine Zeitung, 9.3.2008




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