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Oper Graz
STÜCKE
IM WEISSEN RÖSSL

IM WEISSEN RÖSSL

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Ralph Benatzky

Singspiel in drei Akten

Frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg, von Hans Müller und Erik Charell
Texte der  Gesänge von Robert Gilbert
Vier musikalische Einlagen von Bruno Granichstaedten, Robert Gilbert und Robert Stolz
Bühnenpraktische Rekonstruktion der Originalfassung von Matthias Grimminger und Henning Hagedorn unter Mitarbeit von Winfried Fechner

Eine Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München
 

Alle Termine, Besetzungen, Tickets

Nächste Vorstellung: 24.04.2014 19:30 bis ca. 22:30


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GALERIEN:


Josef Ernst Köpplinger ist der Oper Graz seit vielen Jahren verbunden. Wenn sein Name auf dem Besetzungszettel steht, kann man davon ausgehen, einen vergnüglichen Theaterabend zu erleben. Er ist sich dieser Verantwortung bewusst: „Wenn ich als Zuschauer in ein 'Weißes Rössl' gehe, dann erwarte ich wunderbaren Slapstick, pointierte Dialoge, effektvolle Tanznummern, schön gesungene Lieder und möchte so manches Mal einfach lauthals mitsingen wollen. Als Regisseur lege ich immer großen Wert darauf, sämtliche Theatersparten als gleichwertig zu betrachten. Deswegen reizt mich an dem Stück genau das: Es bedient das Schauspiel, ohne die Musik zu vernachlässigen, und es bedient die Musik, ohne das Schauspiel zu vernachlässigen. Im 'Rössl' kann man wunderbar durch die Genres der Theaterlandschaft wandern, und das mit einem hervorragenden Libretto und ausgezeichneter Musik. Als Grundlage für meine Inszenierung habe ich mich für die Originalfassung aus dem Uraufführungsjahr 1930 entschieden. Im Vergleich zu der nachkriegsromantisch geglätteten Version aus den 1950er Jahren ist sie vor allem musikalisch deutlich schmissiger, jazziger, frivoler – und ich möchte damit dem 'Rössl' die Ungezähmtheit zurückgeben, die es im wilden Berlin Anfang der 1930er Jahre hatte und die seither leider ein wenig abhandengekommen ist. Aber keine Sorge: Auch diese Fassung ist absolut familientauglich!“

Premiere
Samstag, 19. Oktober 2013, 19.30 Uhr

Vorstellungen
23.10., 3.11. (15.00 Uhr), 17.11. (15.00 Uhr), 21.11., 22.11., 29.11., 22.12. (18.00 Uhr), 26.12. (18.00 Uhr), 29.1., 14.2., 15.2., 14.3., 23.3. (18.00 Uhr), 24.4., 8.5.

Zusatzvorstellungen:
Mittwoch, 28. Mai, 19.30 Uhr (Zum Mitmachen!)
Donnerstag, 5. Juni, 19.30 Uhr

 


Pressestimmen

"Liebe, Spaß und bunter Zuckerguss  - …ein beschwingter, hoch unterhaltsamer Abend"

Die Geschichte von der Rössl-Wirtin, dem ihr verfallenen Oberkellner Leopold und den Liebeswirren am Wolfgangsee wurde oft erzählt. Selten aber mit so sprühendem Ideenreichtum, wie ihn Josef E. Köpplinger auf die Grazer Opernbühne gezaubert hat. Unterstützt von Rainer Sinells hinreißend pittoreskem Bühnenbild, dass den Begriff Postkartenidylle wörtlich nimmt, und den prächtigen Kostümen liefert er Zuckerguss, kratzt aber, bevor es zu klebrig wird, mit originellen Einfällen die Kurve. Hier treffen die richtige Portione Kitsch, Rührseligkeit und Humor aufeinander!
Dafür steht Köpplinger ein spielfreudiges Ensemble zur Verfügung, allen voran Daniel Prohaska als liebeskranker Leopold mit treuherzigem Blick und viel Tenorschmelz. Kein Wunder, dass die resche Josepha, von Sigrid Hauser mit Charme ausgestattet, nicht widerstehen kann. Auch bezaubernd die anderen Paare: Sieglinde Feldhofer als reizende Ottilie und Tilmann Unger als mondänder Dr. Siedler sowie Bettina Mönch als lispelndes Klärchen und Christoph Wagner-Trenkwitz als schöner Sigismund.
Für Komik sorgen Dirk Lohr als Wilhelm Gieseke, Thomas Gartner als Kammerdiener Ketterl und Uschi Plautz als Reiseleiterin mit ungewöhnlichen Englischkenntnissen, für berührende Momente Momente Wolfgang Kraßnitzer als Prof. Hinzelmann und Götz Zemann als Kaiser. Die meisten Lacher auf ihrer Seite haben aber die Darsteller der urigen Einheimischen. Hübsche Balletteinlagen (von Karl Alfred Schreiner), Chor, Singschul‘, Blaskapelle und Statisterie runden die stark überzeichnete, aber nie lächerliche Aufführung ab.
Bei der um "Hits" erweiterten Musik (u.a. von Robert Stolz, Robert Gilbert und Bruno Granichstaedten) fällt auch der Erzherzog -Johann-Jodler (toll gesungen von Manfred Hanakam) nicht aus dem Rahmen.
Das unter Florian Erdl schwungvoll aufspielende Opernorchester ist im Walzer ebenso versiert wie in der Volksmusik und im Jazz. (Kronen Zeitung)


 


Kritik

"Knallbunt und temporeich…"

(…) Mit putzigen Schäfchenwolken und, knallblauem Himmel, verschiebbaren Sägezahn-Wellen und 3D-Postkarte startet der Ausstatter Rainer Sinell seinen Angriff auf die Österreich-Klischees, die 1930 von Ralph Benatzkys Revueoperette aufs Korn genommen wurden. (…) Josef Ernst Köpplinger inszeniert statt einer kitschverdächtigen Fremdenverkehrsidylle eine rasante, die ironische Überzeichnung aller gängigen Klischees von den wild gewordenen Kühen bis zur dampfenden Fuhre Mist sorgfältig dosierende Satire. (…) Daniel Prohaska wirbt mit weichem Tenor und einnehmendem Charme um die herbe Rössl-Wirtin Sigrid Hauser, Tilmann Unger verströmt als mit flinkem sprühenden Kleinflugzeug anreisender Rechtsanwalt Siedler heldentenorale Stimmfülle. Bettina Mönch lispelt hinreißend als Klärchen, Wolfgang Kraßnitzer sorgt als Professor Hinzelmann für berührende Momente und Sophie Aujesky ist als Kathi ständig auf der Flucht vor dem halb blinden, aber schießwütigen Oberförster. Zu ihnen gesellen sich Sieglinde Feldhofer als entzückende Ottilie, Götz Zeman als würdevoller Kaiser, der schon in Bad Ischl als "schöner Sigismund" erfolgreiche Christph Wagner-Trenkwitz, Dirk Lohr als grantiger Gieseke und Uschi Plautz als Verwandlungskünstlerin. (Kleine Zeitung)

BESETZUNG:

Musikalische Leitung:  Florian  Erdl
Inszenierung:  Josef E. Köpplinger
Choreographie:  Karl Alfred Schreiner
Ausstattung:  Rainer Sinell
Licht:  Josef E. Köpplinger
Dramaturgie:  Birgit Amlinger
   
Josepha Vogelhuber:  Sigrid Hauser
Leopold Brandmeyer:  Daniel Prohaska
Wilhelm Giesecke:  Dirk Lohr
Ottilie:  Sieglinde Feldhofer
Dr. Otto Siedler:  Tilmann Unger Reinhard Alessandri
Sigismund Sülzheimer:  Christoph Wagner-Trenkwitz
Prof. Dr. Hinzelmann:  Wolfgang Kraßnitzer
Klärchen:  Bettina Mönch
Der Kaiser:  Götz Zemann Götz Zemann
Ketterl:  Thomas Gartner
Oberförster:  Dietmar Hirzberger
Fräulein Weghalter, Ehrenjungfrau, Frau mit Kind,:  Uschi PLAUTZ
Piccolo:  Jan Nikolaus Cerha
Franz:  Mathias Hanin
Kathi:  Sophie Aujesky DOSTAL
Kreszenz:  Christian Schleinzer Maurice Klemm
Lois, Bräutigam:  Michael Souschek
Hias:  Stefan Karl Bischoff
Bartholomä:  Stefan Bleiberschnig Maurice Klemm
Es tanzen:  Martina De Dominicis Agnès  Girard Dianne Gray Clara Pascual Martí Jura Wanga Albert Garcia Bálint Hajdu Keian Langdon Michael Munoz Tri Thanh Pham Yi Yi Wang Bruna Diniz Afonso